Aus Alt mach Neu

Beispiel #1

Beispiel #2

Beispiel #3

Leder - Aus Alt mach Neu

 

Man nehme vier alte Lederhosen, eine Idee für eine neue Kreation und die magischen Hände des Designers Daniel Rodan. Der Lederexperte hat sich das Recyclen von Mode, Accessoires, Möbeln und Alltagsgegenständen zu einer Hauptaufgabe in seinem Geschäft gemacht. Dieses nachhaltige Konzept ist nicht nur umweltschonend, es entstehen am Ende Unikate, die mit keinem Geld der Welt zu bezahlen sind. Die Rodanschen Kreationen sind nicht nur handgefertigt, jedes neuerschaffene Stück erzählt auch seine ganz eigene Geschichte. 

 

Das Alter von Kleidung ist in den meisten Fällen ziemlich absehbar. Pünktlich zum Herbst kommen die neusten Fall/Winter Kollektionen in die Läden und nach sechs Monaten landen sie oftmals in den Altkleidercontainern, weil sie den Spring/Summer Kreationen weichen müssen. Doch das muss nicht so sein, beweist uns Lederdesigner und Recyclingkönig Daniel Rodan, der in seinem Geschäft am Kurfürstendamm nicht nur über 4000 Unikate hängen hat, sondern auch alte Liebhaberstücke seiner Kunden, die auf ein neues Aussehen warten.

 

Seine Käufer vertrauen ihm – dem Lederflüsterer von Berlin. Ob Prominente, ältere Damen oder junge Frauen und Männer, Daniel Rodan nimmt sich alten Handtaschen von Großmüttern mit genauso großer Leidenschaft an, wie den Autoledersitzen von Oldtimern. Der Designer kennt bei den Wünschen seiner Kunden kaum eine Grenze, schließlich hat der Berliner einen hohen Anspruch an sich und seine Arbeit. Er möchte den Menschen etwas kreieren können, was ihre Individualität unterstreicht. Viele Designer schaffen Mode, die sich ihre Trägerschaft aussucht. Daniel Rodan aber möchte, dass seine Unikate von den Kunden gemacht werden. So ist seine Kundschaft auch keinem Alter, Berufsstand oder Figurdiktat unterworfen, der Designer berät jeden Käufer ganz individuell und passt die Kreationen ihren Persönlichkeiten an. Dabei wird er von seinem Team, das unter anderem aus dem Täschner Aleth besteht, tatkräftig unterstützt.  

 

In einer Welt, in der Hosen, Pullover und Schuhe oftmals schon für kleines Geld erhältlich sind, ist es schwer mit Haute Couture noch zu überzeugen. Doch Nachhaltigkeit ist auch Daniel Rodan ein wichtiges Anliegen. So schafft er es gekonnt, aus Mode längst vergangener Tage etwas Neues zu schaffen, das dem Zeitgeist wieder entspricht. So können Stücke der Großeltern dank des Designers auch ein Lächeln in das Gesicht der Enkelkinder zaubern. Aber auch unmodische Schnitte oder abgetragene Materialien können mit wenig Aufwand wieder im neuen Glanz erstrahlen. Die Rodansche Generalüberholung der tierischen Materialien überrascht die Kunden immer wieder aufs Neue. Es beweist, dass Mode oftmals nur einen Feinschliff braucht und nicht immer sofort bei den Wegwerfartikeln landen muss. 

 

Natürlich legt der Designer Daniel Rodan auch Wert auf hochwertige und nachhaltige Materialien. So sind seine Lederprodukte zertifiziert und frei von gesundheitsschädlichen Stoffen wie PCP. Gerne darf es aber individuell und extravagant sein. So verarbeitet der Berliner Designer auch exotisches Leder wie das von Straussen, Kängurus oder Fischen. Seine Pelze sind alle vintage. Für Rodans Mode muss kein Tier sein Leben lassen. Zum Beispiel entstand aus vier alten Lederhosen in Kooperation mit Linda Guse ein variabler Trenchcoat , der immer noch eine Geschichte erzählt, sich Äußerlich aber dem neusten Trend angepasst hat. So bleibt die Wertigkeit der Mode erhalten und trotzdem darf den Kunden am Ende ein völlig verändertes Kleidungsstück glücklich machen. Das ist nicht nur schonend für die Umwelt, es zollt der Kleidung auch den Respekt, der in Zeiten von großen Modeketten immer mehr verloren geht.